influencer relations

Der Hype ist vorbei? Perspektive Influencer Relations.

von Annika Schach

25. August 2020

Ist der Hype um das Influencer Marketing vorbei? Diese Frage wird uns als Herausgeber:innen des Buchs „Influencer Relations“ häufiger gestellt. Wir können mit einem entschiedenen „Jein“ antworten.

Wir stellen fest, dass unser Buch im Jahr 2018 einen Nerv getroffen hat. Das zeigte nicht nur das Feedback von Studierenden, denen wir mit den wissenschaftlichen Beiträgen ihre Abschlussarbeiten „gerettet“ haben. Auch die Abrufzahlen waren beachtlich. Immer, wenn ein Thema als großer Trend gesehen wird, entsteht auch der Reflex: Jetzt ist der Hype vorbei. Aus unserer Sicht ist Influencer Marketing, das die Kanäle von Meinungsführer:innen für schnelle Reichweite als reine Werbekanäle (Prinzip „Gießkanne“) nutzt, nicht nachhaltig wirksam. Aber: Der Gedanke von glaubwürdigen Botschafter:innen für ein Unternehmen, für ein Thema, egal ob intern oder extern, ist aus unserer Sicht zeitlos und zukunftsweisend. Hier stehen viele Unternehmen noch am Anfang oder beginnen, sich mit dieser Art der Kommunikation auseinander zu setzen. Besonders im B2B-Bereich hat Influencer Relations in der letzten Zeit stark an Relevanz gewonnen.

 

Wo sind die Knotenpunkte in meinem Netzwerk?

 

Die Cases der PR-Preisverleihungen sind ja immer Leuchttürme, die Anstoß bieten können, aber nicht für jedes Unternehmen umsetzbar sind. Die langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern oder Unternehmensbotschafter:innen erfordert zudem eine bestimmte Kultur der Kommunikation: den Mut, Inhaltshoheit abzugeben, aber gleichzeitig Botschaften zu übersetzen und auch kritische Situationen zu managen. Viele Kommunikator:innen unterschreiben den Grundsatz: Menschen folgen Menschen. Es braucht Gesichter für Themen, die Knotenpunkte im Netzwerk sind. Ob der CEO auf LinkedIn, die Mitarbeitenden auf diversen Social-Media-Plattformen oder langfristige Kooperationen mit erfolgreichen externen Influencern.

Unser Buch hat an Aktualität nichts verloren, denn es bietet einen guten Einstieg, wenn man sich fundiert dem Thema nähern möchte. Und es bietet Anlässe für weitergehende Fragen, die wir gerne mit Unternehmen und Interessierten diskutieren und Ansätze entwickeln:
Wie lassen sich professionelle und nachhaltige Prozesse in der Zusammenarbeit mit Botschafter:innen etablieren?

Weitere Informationen auf der Webseite zum Buch.

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was 2020 zählt

Was 2020 zählt.

2020 – Das Jahr der Konflikte. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass die 20er Jahre das Jahrzehnt der (globalen) gesellschaftlichen Konflikte werden, gegen den die 68er als verträumtes, entspanntes Kamingespräch wirken – unter anderem wegen der Disruption der Kommunikations- und Medienmacht, welche die Digitalisierung mit sich brachte.

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